Andreas Garbe über Games, Streaming & Bildungschanchen

WeShowIT Podcast mit Andreas Garbe
(ZDF)

„Bleibt abzuwarten …“

„Bleibt abzuwarten …“ früher als klassische Abmoderation bei Radio Göttingen steht der Satz heute quasi stellvertretend für die Zukunft wie Sie unser Gast Andreas Garbe für sich sowie die Spiele- und Medienindustrie vorstellt..

Andreas Garbe, seines Zeichen Journalist und Reporter, nimmt uns im aktuellen #WeShowIT Podcast mit auf eine Reise die in Göttingen beim Radio beginnt, einen Abstecher nach München zu RTL2 macht und dann als DER Computerspieleexperte Deutschlands beim ZDF zu landen, wo er seit 12 Jahren in Sendungen wie z.B. dem „Heute Journal“ oder das „Morgenmagazin“ aktiv ist.

Als wir über den Angriff von Streaming auf das Lineare TV kommen wird schnell klar das dass ZDF hier gut aufgestellt ist. Hier wurde der Trend ins Netz zu gehen früh erkannt und wird durch die Mediathek sowie eine eigenen Onlineredaktion stätig voran getrieben. Ob YouTuber und Streamer einer Bedrohung für das lineares Fernsehen sieht Andreas überhaupt nicht und macht das anhand von reiner Reichweit sowie Abozahlen und eben nicht von tatsächlichen Views / Streams aus.

Andreas hat es sich durch seine Recherchen und Produktionen zur Aufgabe gemacht ein anderes Bild von Computerspielen in die Köpfe der Menschen zu bekommen und tritt stark dafür ein das Spiele weit mehr als einfach nur Geballer und Co sind. Wenn sich in diesem Zusammenhang die ARD Sportschau bei der Berichterstattung über die erste Fortnite WM auf ein „RTL Boulevard Niveau herablässt“ indem Sie das Event vermischt mit Spielesucht und einem Interviewauszug eines Psychologen, dann darf man sich leider am Ende nicht wundern wie das Allgemeinbild zu Computespielen zustande kommt.

Das eSport so erfolgreich wird inklusive eigenen großen Fanszenen wie im Fußball sieht Andreas nicht zwingend, aber möglich. Kritisch sieht er hier und macht die an einem Beispiel fest, das im Gegensatz zum traditionellen Fußball der gespielte Videogametitel immer jemandem gehört. Fußball als Sport gehört aber niemandem. So könnte man rein theoretisch eine Gegenveranstaltung zu FIFA oder UEFA Turnieren ausrichten, dies wäre im eSport problematisch, da die Spielehersteller Eigentümer der Titel sind und selbst bestimmen können wie groß und welche Disziplinen gespielt werden können.

Wir selbst hatten letztes Jahr selbst die Ehre mit Andreas zu arbeiten. So war er 2018 Moderator des #GamifciationDay und moderiert regelmäßig Panels und Events wie den Gamescom Congress u.v.m.

Beim Thema Gamification wird klar, das dieses Themenfeld vor allem für General Interest Medien ein wirklich spannendes und überraschendes Feld ist. In der Sendung „3Sat Neues“ war er vor vielen Jahren schon an vorderster Front und berichtete. Heutzutage sieht er den Einsatz von Gamification vor allem im Bereich Bildung als sehr passend und spannend an.

„Man holt die Kids in Ihrer Welt ein wenig ab und schafft es dadurch mehr Spaß am Lernen zu schaffen“

 

Wir sprechen über den Weg den Beruf des Spieleexperten, warum das lineare TV noch lange nicht den Kampf gegen die Streamingplattformen verloren hat, über die Entwicklung im Bereich eSports, den Einfluss von Politik und Wirtschaft im Bereich digitaler Bildung, wie die ARD schnell zu RTL werden konnte, wie Gamification viele Unternehmenszweige positiv beeinflussen kann und natürlich was das Spiel Pong auf der Videomaster Olympic mit seiner Vita zu tun hat.

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